Home  Newsarchiv  2009  (02.11.2009) 7. Schnittstellenkonferenz Sport(-pädagogik) – Jugendhilfe zum Thema Homophobie: 24. November 2009 in Hannover 

2. Nov 2009

7. Schnittstellenkonferenz Sport(-pädagogik) – Jugendhilfe zum Thema Homophobie: 24. November 2009 in Hannover

Im Fußball erfährt das Thema Homophobie durch das Engagement schwullesbischer Fanklubs und Initiativen und des Deutschen Fußball-Bundes seit einiger Zeit stärkere Aufmerksamkeit. Die Schnittstellenkonferenz zum Thema Homophobie möchte diesen Fokus erweitern und im Zusammenhang von Sportbereich und Jugendarbeit diskutieren.

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„Ich würde nie mit Schwulen duschen“ – dieses Zitat eines bekannten Sportlers zeigt, dass verbale Attacken und Vorurteile gegen Schwule und Lesben im Sport immer noch zum Alltag gehören. Im – angeblich – alles verbindenden Sport sind Homosexuelle nicht zu finden bzw. nicht erwünscht, obwohl sich in den letzten Jahrzehnten gesamtgesellschaftlich betrachtet einiges für Lesben und Schwule getan hat: Sie sind stärker in der Öffentlichkeit wahrzunehmen; es wurden ihnen mehr Rechte eingeräumt und es gibt immer öfter prominente Coming-outs in Politik, Kultur und Kunst.

Im Fußball hat das Thema Homophobie und Homosexualität in den vergangenen Jahren durch die Gründung schwullesbischer Fanklubs (www.queerfootballfanclubs.com), das Engagement verschiedener Initiativen, durch Publikationen, Veranstaltungen und Filme größere Aufmerksamkeit erhalten. Auch der DFB bezieht Stellung – so stand das Länderspiel der Nationalmannschaft der Männer am 14. Oktober unter dem Motto „Gegen Homophobie im Fußball“. Weiterhin jedoch sind im Fußball wie in vielen Bereichen des Sports Schwule und Lesben oft nicht sichtbar, verstecken ihre sexuelle Orientierung, um keine Nachteile zu erleiden und nicht ausgegrenzt zu werden.

Das Anliegen der 7. Schnittstellenkonferenz ist, diese Situation aufzuzeigen, unterschiedliche Ansätze vorzustellen und zu diskutieren, wie die Lage von Schwulen und Lesben im Sport sichtbar gemacht werden kann und wie antidiskriminierende Arbeit im Sportbereich und in der Jugendarbeit gestaltet werden kann.

Die Veranstaltung am 24. November in Hannover beginnt um 11 Uhr mit einer kurzen Gesprächsrunde und einem anschließenden Vortrag zum Thema „Homophobie im Sport“. Daran schließt sich am Nachmittag die Arbeit in verschiedenen Workshops zu den Schwerpunkten „Handlungsmöglichkeiten im Verein“, „Lesbisch-schwule Fans und Fanclubs“, „Erfahrungen schwul-lesbischer Sportvereine“ und „Die Haltung der Verbände und Vereine“ an, die jeweils von Expert/innen geleitet und moderiert werden.

Das detaillierte Programm können Sie hier herunterladen.

Die Schnittstellenkonferenz richtet sich an Multiplikator/innen und Praktiker/innen aus Sport und Jugendhilfe, darüber hinaus auch an Interessierte aus anderen Bereichen.

Veranstaltungsort ist das Kultur- und Kommunikationszentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover. Beginn der Konferenz ist am 24. November 2009 um 11 Uhr.

Anmeldungen sind noch möglich. Das Anmeldeformular finden Sie hier. 

Anmeldungen an:
Camino gGmbh
Scharnhorststraße 5, 10115 Berlin
Tel. 030 786 29 84
Fax 030 785 00 91
E-Mail: mail@camino-werkstatt.de
Ansprechpartnerin: Sabine Behn

Die Schnittstellenkonferenzen Sport(-pädagogik) – Jugendhilfe werden seit 2002 durchgeführt. Ziel ist es, Sport(-pädagogik) und Jugendhilfe ein Forum zu bieten, um die Möglichkeiten sportpädagogischer Angebote in der Arbeit mit Jugendlichen aus der Sicht beider Professionen zu diskutieren. Darüber hinaus soll – u. a. mit Hilfe von Best-practice-Präsentationen und mit der Unterstützung des Aufbaus überregionaler Netzwerke der Teilnehmer/innen – die Entwicklung von Ideen und Vorstellungen für weiterführende Projekte gefördert werden.

Veranstalter sind die Deutsche Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund e.V., am Ball bleiben – Fußball gegen Rassismus und Diskriminierung, die KOS und Camino gGmbh.

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