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31. Aug 2011

Üben für die EURO: Fanbotschaft zum Länderspiel in Polen

Die mobile Fanbotschft beim Spiel Deutschland – Polen in Klagenfurt während der EURO2008

Am kommenden Dienstag sind beim Freundschaftsspiel in Gdansk zwar keine Punkte zu vergeben, die Partie ist als kleine Generalprobe für die Europameisterschaft 2012 dennoch wichtig. Nicht zuletzt für die Fanbetreuung: Die KOS ist mit einem Team vor Ort und nicht an einem Fanbotschaftstraining teil. Und auch HELMUT ist wieder dabei.

Die Fanbetreuung bei internationalen Turnieren hat bereits eine lange Tradition: MitarbeiterInnen der KOS und der Fanprojekte begleiten die Fans des deutschen Teams in den Spielorten, versorgen sie mit Tipps und Informationen und stehen bei Notfällen bereit. Zu diesem Angebot gehört eine mobile Fanbotschaft, die an den Spieltagen an zentralen Orten in der Stadt zu finden ist. Das prominenteste Beispiel ist natürlich das feuerrote Fanmobil, mit dem das deutsche Fanbetreuungsteam in Portugal 2004 und bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz unterwegs war. Ebenfalls wichtiger Bestandteil des Angebots sind eine Fanguide-Website und Informationen in gedruckter Form, die direkt in den Spielorten verteilt werden. Bei der Europameisterschaft 2008 war dies ein Fanguide, 2010 bei der WM in Südafrika erblickte HELMUT das Licht der Fußballwelt: ein Fanzine, das zu jedem Spiel des deutschen Teams vor Ort geschrieben und produziert wurde.

Helmut Cover

Helmut ist zurück

Als Vorbereitung auf die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine wird HELMUT in leicht veränderter Form – der mitteleuropäischen Fauna angepasst – ein erstes Comeback erleben. Zum Freundschaftsspiel gegen die polnische Mannschaft in Gdansk am 6. September wird das Fanzine an die angereisten deutschen Anhänger verteilt, die hier Informationen zur Stadt Gdansk, zum Stadion und Gegner oder dem Fanbetreuungsprogramm auf deutscher und internationaler Ebene finden. Als kleine Kostprobe gibt es bereits einen Text über die Fanszene von Lechia Gdansk zu lesen. Seit Beginn der Saison spielt der Erstligaklub, den eine besondere Geschichte mit der Solidarnosc-Bewegung verbindet, in der PGE-Arena. Das Stadion wurde für die EM neugebaut.

Nicht nur Helmut, sondern auch ein Team aus KOS und Fanprojekten wird beim Freundschaftsspiel in Gdansk vertreten sein und mit einer mobilen Fanbotschaft schon einmal ein wenig EM-Atmosphäre für das kommende Jahr schnuppern. Fans, die das deutsche Team beim Auswärtsspiel in der Hansestadt begleiten (oder interessierte Polen-Urlauber) finden die Fanbotschaft am Spieltag, dem 6. September, ab 12 Uhr am Targ Weglowy (auf Deutsch: Kohlenmarkt), in der Nähe der Marienkirche.


Auch die Stadt Gdansk steckt noch mitten in den Vorbereitungen für das Turnier im nächsten Sommer. Zu den buchstäblichen Baustellen gehört derzeit noch der öffentliche Nahverkehr, genauer gesagt: die Anreise zum Stadion, das Richtung Werftgelände nördlich der Altstadt liegt. Derzeit gibt es keine direkten Verbindungen aus der Innenstadt. Fans, die das Spiel besuchen wollen, benutzen bitte die Straßenbahnen 2, 3, 5, 8 oder 9 bis zur Haltestelle Baltic Opera. Von dort ist der Fußweg zum Stadion ausgeschildert (Dauer: etwa 20 Minuten). Die Alternative ist ein Taxi von der Innenstadt für etwa 6 Euro (20 bis 25 Zloty), die Fahrt dauert etwa 15 Minuten. Telefonnummern für den Taxiruf sind 19191 oder 19666, reguläre Taxistände gibt es in Polen nicht.

Eine weitere wichtige Telefonnummer ist die Helpline der KOS. Die Fanbetreuung ist bei Fan-Notfällen vom 5. bis 7. September unter der polnischen Mobilnummer 0518 679061 zu erreichen.

Hafen von Gdansk
Foto: ArTo / Fotolia.com

Kommunikation verbessern und Vorfreude wecken

Die Vorbereitung auf 2012 findet auch im internationalen Rahmen statt. Unterstützt von der UEFA organisiert das Netzwerk Football Supporters Europe (FSE) ein umfangreiches Fanbotschaftsprogramm www.fansembassy.org/ für das Turnier im kommenden Sommer: ein mehrsprachiges Onlineportal, Pringuides, Fanbotschaften in allen Austragungsorten und internationale Teams aus den Teilnehmerländern, die die Fans der jeweiligen Mannschaften an alle Spielorte in Polen und der Ukraine begleiten. In Polen wird dabei sogar noch sehr viel weiter gedacht: Dariusz Lapinski arbeitet für PL.2012, der mit der Koordination des Turniers betrauten Regierungsorganisation, und ist dort für den Bereich Fanarbeit zuständig. In Polen soll Fanarbeit nicht nur für die EM 2012, sondern auch und vor allem für den Ligabetrieb installiert werden. Mehrere Fanprojekte sind – auch mit Unterstützung deutscher Partnerprojekte – derzeit im Entstehen bzw. arbeiten bereits wie etwa in Gdansk. Mehr zum polnischen Fanprojektprogramm „Kibice Razem“ gibt es ebenfalls im Helmut zu lesen.

Im Vorfeld des Länderspiels in Gdansk findet am 3. und 4. September ein Fanbotschaftstraining statt, organisiert und durchgeführt von FSE mit Unterstützung von PL 2012. Das Training richtet sich in erster Linie an die Mitarbeiter/innen, die während der EURO in den vier stationären Fanbotschaften in den polnischen Austragungsorten arbeiten werden, aber auch an internationale Kolleginnen und Kollegen aus möglichen Teilnehmerländer mit bisher wenig Erfahrung im Bereich Fanarbeit. Ein wichtiges Thema wird hier Kommunikation sein. Bei einem Ereignis wie der EURO, das viele unterschiedliche Akteure wie Fußballverbände, Organisationskomitee, Polizei, Städte und auch Fanbetreuungsteams zusammenbringt, muss Kommunikation gut organisiert werden. Ein entsprechendes Konzept zur internen und externen Kommunikation soll in Gdansk gemeinsam erarbeitet werden.

Die KOS ist durch ihren Leiter Michael Gabriel, der zugleich als Direktor der FSE-Abteilung „Fans Embassies“ fungiert, eng in die Vorbereitungen eingebunden, und auch Fanprojektmitarbeiter aus Deutschland werden an dem Training teilnehmen. „Wichtig ist uns auch, den Mitarbeiter/innen der Fanbotschaften Sicherheit im Umgang mit den Fans, die nach Polen und in die Ukraine kommen werden, zu vermitteln“, sagte Michael Gabriel. „Und nicht zuletzt geht es natürlich auch darum, allen schon jetzt Lust auf die Arbeit während der Europameisterschaft zu machen.“

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